Hintergrund und Berechnungsmethode des Legierungszuschlags für Edelstahl    

Der Legierungszuschlag ist ein Aufpreis, der entsprechend den Kursen der Legierungselemente berechnet wird und um den sich der Grundpreis für nichtrostenden Stahl erhöht. Anlass zur Einführung eines Legierungszuschlags war der Gedanke, die seinerzeit schon volatilen Rohstoffkosten transparent zu gestalten und die Grundpreise möglichst stabil zu halten.

 

Die Veröffentlichung der LZs erfolgt in Europa von verschiedenen Herstellern. Dabei wird die Berechnungssystematik aber weitestgehend homogen durchgeführt, kann aber in einigen Ländern variieren. Maßgeblich für den deutschen LZ sind die monatlichen Veröffentlichungen der drei großen Rostfreiproduzenten Outokumpu (ehemals Thyssen Krupp Nirosta, Marktführer für Bleche), Deutsche Edelstahlwerke (Stabstahl) und Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland (Hohlstahl). Die Höhe der Legierungszuschläge ist abhängig von der Produktart, also Blechen, geschweißten Rohren, Stabstahl gewalzt, Draht usw. und von dem entsprechenden Werkstoff.

 

Da der deutsche Markt der größte europäische Rostfrei-Markt ist, wird der „deutsche" LZ vielfach auch im Ausland für den Handel mit Deutschland verwendet. Weitere europäische und amerikanische Hersteller finden Sie unter „Verfügbare Werkstoffe".

 

Um einen Legierungszuschlag zu berechnen, bildet man die Mittelwerte der Legierungselemente (im Wesentlichen Nickel, Chrom, Molybdän und Schrott) in einem entsprechenden Berechnungszeitraum. Während in früheren Jahren ein Berechnungszeitraum von drei Monaten verwendet wurde, ist dieser infolge der volatiler werdenden Rohstoffmärkte auf ein bis zwei Monate je nach Produktart verkürzt worden.

 

Diese Mittelwerte werden mit einer Auslöseschwelle bzw. einem so genannten Referenzwert des jeweiligen Legierungselements verglichen. Ist die Differenz positiv, wird dieser Wert mit dem jeweiligen prozentualen Legierungsanteil des betreffenden Werkstoffs multipliziert, wobei auf die Umrechnung von Dollar auf Euro zu achten ist. Bei einer negativen Differenz erfolgt kein Aufschlag und der LZ ist null. Allerdings hatten wir diese Situation zuletzt in den Jahren 1991 - 1993.

 

Der LZ ist also kalkulierbar, da ihm eine exakte Formel zugrunde liegt. Die vielen verschiedenen Parameter dieser Formel sowie die dynamische Referenzentwicklung sind jedoch nicht öffentlich zugänglich, sodass eine Berechnung und letztendlich auch eine Prognose des LZs nur mit einer aufwändigen Simulation der Berechnungssystematik möglich ist.

 

LZ-prognose.de hat diese Systematik rekursiv mit großem Aufwand nachgebildet und erreicht dadurch sehr genaue Prognosen (siehe Genauigkeit).

 

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